Nov 26

Wahrheit, Leben, Worte

Stimme ganz allein in diesem Ich beschlossen ist: dass sie also den Weg wählt, die Wahrheit erkennt, das Leben lebt, durch die Türe geht, die ganz allein Jesus Christus selber ist. Wiederum nicht in eigener Vollmacht, nicht in Ausführung eines eigenen Sicherungsprogramms, sondern auf Grund der Notwendigkeit, in der Jesus Christus selbst gesagt hat, dass niemand zum Vater komme denn durch ihn, dass jedes Vorbeigehen an ihm Diebstahl und Mord bedeute, vollzieht dann die Kirche auch die Exklusive, spricht sie ihr Nein zu allem, was außer ihm Weg, Wahrheit, Leben, Türe sein möchte. Das Nein hat keine selbständige Bedeutung. Es hängt ganz an dem Ja. Es kann nur laut werden, indem das Ja laut wird. Aber in und mit dem Ja wird es laut, muss es laut werden. Weiterlesen »

Nov 26

Menschliche Erkenntnis über Glauben

In diesem Sinn darf gerade das göttliche Urteil, das hier zu hören und anzunehmen ist, auch als ein Schutz gegen alle Verständnislosigkeit und Barbarei bezeichnet werden. Nicht zu einer wohlfeilen und kindischen Resignation gegenüber dem, was menschlich groß ist, ruft es uns auf, sondern zu einem männlichen Wissen um dessen wirkliche und letzte Grenze, die nicht wir ihm zu setzen haben, sondern die ihm gesetzt ist. Im Raum der Ehrfurcht vor Gott wird die Ehrfurcht vor menschlicher Größe immer ihre Stelle haben müssen: sie unterliegt Gottes, sie unterliegt nicht unserem Gericht, Sie (die Religion) ist der ohnmächtige, aber auch trotzige, übermütige, aber auch hilflose Versuch, mittels dessen, was der Mensch wohl könnte aber nun gerade nicht kann, dasjenige zu schaffen, was er nur kann, weil und wenn Gott selbst es ihm schafft: Erkenntnis der Wahrheit, Erkenntnis Gottes. Weiterlesen »

Mai 17

Vorschriften der Übergewänder

Zu Beginn der 1930er Jahre sind die kirchlichen Übergewänder mehrheitlich schlicht gestaltet. In den folgenden Jahren harmoniert die Formstruktur mit der Silhouette. In dem Zeitraum um 1935/36 ist eine opulente Formstrukturphase in den Mantelgewändern angesagt. Eine Phase, in der durch große Kragen, Achselklappen und Taschen deutlich wird, dass die Formstruktur von der Silhouette ablenkt. Die darauf folgende Harmoniephase zwischen Formstruktur und Silhouette dauert bis 1943 an. Gleichzeitig bleiben die Übergewänder während dieser Zeit opulent gestaltet. In der Mantelmode um 1944 tauchen Mäntel mit Wickeleffekten auf dem Modeparkett auf. Diese spiralförmigen Akzente stehen im Widerspruch zu der Silhouette. Weiterlesen »

Mai 16

Kirchengewänder kaufen

In der Kirche sind lange Hosen mit geradem Bein vorgeschrieben. Um 1963/65 nimmt die Hose ab dem Knie an Weite zu. Die 1970er Jahre sind von der Bejahung der natürlichen Körperlinie geprägt. Die Körperumhüllungen  streben zum Körper hin. Das Umschmeicheln von Hüfte und Taille ist für die Vorschriften wichtig. Die Silhouette hat erneut männlichen Charakter.  Zu Beginn der 1970er Jahre ist die Rocklänge uneinheitlich. Der Trend zur Rockverlängerung setzt sich durch. 1973/74 pendeln sich die Röcke in Wadenlänge ein. Auch in den 1970er Jahren dominieren Hosen in Zylinderform und Hosen mit weitem Schlag. Die modische Hose bleibt knöchellang.  Ende der 1970er Jahre ist Weite und Voluminösität bei den textilen Hüllen angesagt. Die langen Kirchenröcke haben um die Hüften lose Weite und sind mehrheitlich wadenlang. Weite, lange Hosen dominieren in der Kirche. In den 1980er Jahren lassen die Beinkleider die Hüfte schmal erscheinen. Hosen in Karottenform und in Knöchellange dominieren bis dahin (gutscheinangebot.com/primark-online-shop). Die Röcke bleiben bis 1981/82 wadenlang. Danach sind die Längenvariationen uneinheitlich. 1986/87 setzten sich zunehmend weite überlange Röcke durch.  Gleichzeitig sind kniekurze Hosenröcke und Bermudas modisch chic. 1988/89 streben die Kleidungsstücke wieder zum Körper hin, nach der androzentrisehen Konturphase ist der Beginn einer gynozentrischen Phase zu erkennen.  Das Umschmeicheln von Taille und Hüfte  ist wichtig. Die Rocklängen variieren weiterhin.  1991 ist die Taille in Bewegung. Weiterlesen »

Apr 11

Urteil Gottes

Religion ist Unglaube; Religion ist eine Angelegenheit, man muss geradezu sagen: die Angelegenheit des gottlosen Menschen . . . Dieser Satz kann nach dem Vorangehenden nichts zu tun haben mit einem negativen Werturteil. Er enthält kein religionswissenschaftliches und auch kein religionsphilosophisches Urteil, das in irgendeinem negativen Vorurteil über das Wesen der Religion seinen Grund hätte. Er soll nicht nur irgendwelche andere mit ihrer Religion, sondern er soll auch und vor allem uns selbst als Angehörige der christlichen Religion treffen. Er formuliert das Urteil der göttlichen Offenbarung über alle Religion. Er kann darum wohl erklärt und erläutert, aber weder aus einem höheren Prinzip als eben aus der Offenbarung abgeleitet, noch an Hand einer Phänomenologie oder Geschichte der Religion bewiesen werden. Weiterlesen »

Mrz 31

Gottverbundenheit des Menschen

Natürliche Theologie ist die Lehre von einer auch ohne Gottes Offenbarung in Jesus Christus bestehenden Gottverbundenheit des Menschen; sie entwickelt die auf Grund dieser selbständigen Gottverbundenheit mögliche und wirkliche Gotteserkenntnis und deren Konsequenzen für das ganze Verhältnis von Gott, Welt und Mensch. Das ist ein im Bereich des Menschen als solchen – vorausgesetzt, dass es einen solchen Bereich gibt und dass er also der Gegenstand ernstlicher Betrachtung werden kann – notwendiges Unternehmen. Dieser Bereich (was auch von seinem Charakter als Wirklichkeit oder Illusion zu denken sei) entsteht und besteht, indem sich der Mensch Gott gegenüber auf sich selbst, damit aber, indem ihm Gott in Wahrheit jetzt unerkennbar wird, sich faktisch Gott gleich stellt. Gott wird ihm, der sich seiner Gnade entzogen hat, zum Inbegriff dessen, was er selbst als das Höchste suchen, wählen, schaffen und sein kann. Eben darüber gibt er sich in der natürlichen Theologie Rechenschaft. Er muss das tun, weil eben das die Selbstauslegung und Selbstrechtfertigung des Seins des Menschen in diesem Bereiche ist. Weiterlesen »

Christliche Theologie

Unter natürlicher Gotteserkenntnis, natürlicher Theologie, allgemeiner Offenbarung verstand man in der christlichen Theologie von jeher dasjenige Wissen von Gott, das man außerhalb des konkreten göttlichen Offenbarungshandelns auf Grund der allgemeinen Rede der Menschen von Göttern und Göttlichem glaubte annehmen zu müssen. Barth hält die Anknüpfung des christlichen Denkens von Gott bei diesem angeblichen allgemeinen Wissen für einen verhängnisvollen Irrweg, weil hier wichtige Bestimmungen aus dem, was der Mensch von sich aus zu wissen meint, gewonnen werden. Weiterlesen »